6. November 2016

[Rezension] Ash


 https://www.amazon.de/Ash-Malinda-Lo/dp/3426283441/ref=la_B002BRGWD4_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1478426412&sr=1-1  http://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/ash/malinda_lo/ISBN0-316-04010-X/ID21481623.html
(Leider ist durch die Schließung des PAN Verlags die deutsche Version nur noch gebraucht erhältlich. Die englische Version ist aber noch erhältlich) 

(Klapptext)
Als Ashs Vater stirbt, beginnt ihre Stiefmutter, sie wie eine Sklavin zu behandeln. Wann immer Ash entkommen kann, schleicht sie sich in die Wälder – denn dort, so heißt es, suchen Feenmänner nach Frauen, die sie als ihre Geliebten entführen können. Und obwohl dies ihren Tod bedeuten würde, erscheint es Ash besser als das Leben, zu dem sie verdammt zu sein scheint. Doch dann ändert sich alles, als der Königssohn beginnt, Brautschau zu halten, und sein Hofstaat in Ashs Dorf kommt …

 Ok, eigentlich ist das hier das deutsche/Original cover plus die UK Version, aber da diese 1000 mal schöner ist als das Original, wollte ich sie unbedingt zeigen.Durch die blau-grüne Farbe wirkt es geheimnisvoll, auch das Mädchen wirkt etwas unwirklich. Was sich am besten finde, sind die Glasschuhe in ihrer Hand die auf Aschenputtel anspielen


Hier falle ich mal wieder aus dem Rahmen, der gängigen Meinung, da mir das Buch nicht gefällt aber sei es drum.
Lange habe ich diese Rezension vor mir hergeschoben, da ich zunächst nicht wusste, was ich schreiben soll. Zunächst sei gesagt, ich hab es nicht geschafft das komplette Buch zu lesen, immer wieder habe ich, teilweise sogar recht große, Passagen übersprungen.
Woran lag es also ?
Lag es an der Idee ?
Nein, an sich nicht. Ash ist quasi ein modernes Aschenputtel, wobei modern auch nicht das richtige Wort ist, da das Setting ,typisch Märchen, mitteralterlich angelegt ist. Dabei lehnt sich die Geschichte jedoch nicht zu sehr an das Märchen an, es ist also keine einfache Neuerzählung, sondern vielmehr eine ganz eigene Handlung, die eben Aspekte aus dem Aschenputtelmärchen besitzt.

Lag es an der Handlung ?
Bedingt. Während der Anfang noch stark an das Märchen erinnert: Vater stirbt, böse Stiefmutter, böse Stiefschwestern, entfernt die Handlung sich später immer mehr von Aschenputtel. Das ist auch nicht schlecht, im Gegenteil. Ich fand es gut, dass Aschenputtel/Asch sich nicht für den Prinzen entscheidet. Frau Lo legt sogar noch einen drauf und lässt ihre Heldin sich für die Jägerin entscheiden. Hm eine homosexuelle Beziehung zwischen zwei Frauen im Mittelalter. Versteht mich nicht falsch, ich hab nichts dagegen, nur fand ich es innerhalb dieses Setting nicht all zu passend, da die Reaktion aus dem Umfeld und die Denkweise vond en beiden, die ja mit einem mittelalterlichen Weltbild aufgewachsen sindnichts ehr realistisch war. Klar innovativ und so, aber es wäre für mich besser gewesen das Setting dann in eine neuere Zeit zu verlegen, bez. die Umsetzung anders zu gestalten.
Hinzu kam, dass ich nicht das Gefühl hatte, der Liebesgeschichte wirklich folgen zu können. Die Emotionen von Ash und der Jägerin, aber auch von den anderen Charakteren erreichten mich einfach nicht. Vielleicht lag das aber auch an dem Schreibstil.
Womit wir bei der dritten frage kommen:

Lag es am Schreibstil ?
Ja. Der Schreibstil wirkte auf mich bemüht um Märchenatmosphäre, wobei dies nicht wirklich gelungen ist. Anstatt wie im Märchen gebannt der Geschichte zu folgen und mit der Heldin mitzufiebern, hatte ich eher das Gefühl über der Handlung zu schweben und alles nur aus mehreren Metern Entfernung beobachten zu können. Ich bekam absolut kein Gefühl für Ash oder die anderen Charaktere und das war das, was mich so massiv gestört hat.
Die Idee um Ash hätte wirklich Potenzial gehabt, wenn sie in einer anderen Zeit gespielt hätte und der Schreibstil anstatt eine bestimmte Atmosphäre erzwingen zu wollen, sich mehr mit den Gefühlen und Gedanken der einzelnen Personen beschäftigt hätte.



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