23. Februar 2017

[Rezension] Streuner - Manuel Charisius


http://www.edel.com/de/buch/release/manuel-charisius/streuner/  http://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/streuner/manuel_charisius/EAN9783955302191/ID35832014.html  https://www.amazon.de/gp/product/B00DEI9JMA/ref=as_li_qf_sp_asin_il_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=6742&creativeASIN=B00DEI9JMA&linkCode=as2&tag=sognatrice-21

(Verlagstext)
Sieben Reiche. Sieben Könige. Sie sollen untergehen ...
Nur ein Streuner kann die Katastrophe verhindern. Doch ihn erwarten Intrigen, Liebe, Magie und spektakuläre Abenteuer ...

Das Land der Sieben Königreiche ist in Aufruhr: Der König des Nordens wurde ermordet! Für Wolf vom Volk der Streuner – halb Mensch, halb Tier – ist das noch kein Grund zur Aufregung. Doch als er zufällig ein Gespräch der Verschwörer mit anhört, muss er erkennen, dass alle sieben Reiche von Lesh-Tanár in großer Gefahr schweben. Zusammen mit drei anderen Streunern beschließt Wolf, den Attentätern das Handwerk zu legen. Für die tapferen Streuner beginnt das Abenteuer ihres Lebens ...
 
Das Cover ist wunderschön. Ich liebe die Farben, das Licht, die Komposition. Es wäre der absolute Oberhammer gewesen, wenn es nur irgendwas mit der Geschichte zu tun hätte. Leider passt es nur insoweit, dass der Betrachter hinter dem Buch eine Fanatsy Geschichte erwartet. Das wars dann aber schon, denn der Protagonist ist das jedenfalls nicht, der ist nämlich nicht mal ein Mensch und benutzt auch kein Bogen.

Das Schönste an Fatasybüchern ist für mich, dass ich immer wieder etwas Neues entdecken kann. Es gibt immer wieder Autoren, die neue Welten und neue Wesen erschaffen, wovon man auch als „alter Hase“ noch nichts gehört hat. Manuel Charisius ist es ohne Frage gelungen aus dem Pott der „Mainstream“ Wesen wir Zwerge, Elfen und Orks herauszubrechen. Ob das bei jedem ankommt, ist jedoch die zweite Frage.

Das Buch entführt in eine Welt, die in sieben Königreiche aufgeteilt ist. Bewohnt ist diese von Menschen und Elben, aber auch von Tiermischwesen. Zum einen den Schreckenscheren, Insekten ähnliche Wesen und zum anderen von den Streuner. Diese sind eine Mischung aus Wolf und Mensch. (Ungefähr so)

Der Protagonist Wolf ist ein solcher Streuner. Er lebt ein einfaches aber zufrieden stellendes Leben in der Stadt Tenár. Zumidnestens bis er zufällig die Mörder des Nordkönigs belauscht und von einer groß angelegten Intrige erfährt. Ab da wird sein Leben turbulent und er ist entschlossen den fatalen Plan zu vereiteln. Unterstützung erhät er dabei von 3 weiteren Streuner: Zilber, Balderdachs und Falbe.
Zusammen sind sind ein ziemlich streitlustiger, versoffener Haufen. Leider muss ich zugeben, dass ich nicht so ganz warm mit den vier wurde. Zwar war das Geraufe und die Eskapaden anfangs noch lustig, aber mir fehlte die Charakterentwicklung. Hinzu kommt, dass Wolf im Laufe der Handlung Entscheidungen trifft, die ich so nicht nachvollziehen konnte z.b warum er sich so mir nichts, dir nichts eine gewissen Dame zuwendet (mehr kann ich aus Spoiler Gründen nicht sagen)

Die Handlung selbst beginnt recht stark, lässt jedoch in der Mitte etwas mit der Spannung nach. Hier zieht es sich etwas und ich hatte das Gefühl die Protas wissen selbst nicht so genau was sie eigentlich wollen oder wohin sie sollen. Immerhin das letzte Drittel kann dann wieder mit der ein oder anderen überraschenden Wendung punkten.

Ein weiterer kleiner Wermutstropfen sind die Umgebunsgbeschreibungen. Ich bin ja auch kein Fan von ellenlangen Beschreibungen, aber hier hätte ich mir doch ein paar mehr Details was Landschaft und dem Äußeren der Charaktere angeht gewünscht. Davon abgesehen ist der Schreibstil ganz gut. Keine sprachliche Meisterleistung, aber flüssig zu lesen. 

Noch eine Anmerkung am Rande:
In der e-book fassung  sind eine ganze Menge Rechtschreibfehler drin.. Das passiert in jedem Buch, aber hier häuft es sich doch. Besonders häufig sind Wörter getrennt, die nicht getrennt werden dürfen z.B Allen falls statt allenfalls und auch Falsche Worttrennung Jungs-treuner statt Jung-Streuner. Diese Fehler sind sowohl auf meinem Reader, als auch auf dem PC, liegen also nicht an meinem Reader. Allein auf den ersten 100 Seiten finden sich c.a 10 solcher Fehler.

Sofern man mit den ungewöhnlichen Protagonisten klar kommt, ist Streuner ein kurzweiliger, aber unterhaltsamer Fanatsyroman.






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen