19. Mai 2017

[Rezension] Hope & Despair: Hoffnungsschatten - Carina Mueller


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(Verlagstext)
Wahre Gegensätze finden immer zueinander
Sie sind buchstäblich ein Geschenk des Himmels: Zum Dank für die heimliche Rettung eines schiffbrüchigen Ufos bekam die amerikanische Regierung einst zwölf übermenschliche Babys geschenkt. Sechs Mädchen und sechs Jungen – jeweils für die guten und die schlechten Gefühle der Menschen stehend. Dies ist genau siebzehn Jahre her und die Babys sind nicht nur groß geworden, sondern wurden auch voneinander getrennt. Während Hope und die anderen fünf Mädchen sich als Probas dem Guten im Menschen verpflichten, verhelfen die männlichen Improbas dem kriminellen Untergrund zu Geld und Macht. Bis zu dem Tag, an dem die Improbas ihre Gegenspielerinnen aufspüren und nur Hope entkommen kann. Mit ihrem Gegenpart Despair dicht auf den Fersen… 


Im Gegensatz zu vielen anderen Impress Covern gefällt mir dieses hier richtig gut. Ich mag es wie hier das Konzept Kontrast bis zur Spitze getrieben wird und es passt meiner Meinung nach auch zum Buch (Auch wenn Hope in meiner Vorstellung nicht aussieht als hätte sie Albinismus )

In letzter Zeit habe ich mir doch häufiger an Impress die Finger verbrannt, weswegen ich mittlerweile mit einer gewissen Skepsis an diese Bücher herangehe. Ganz die Finger davon zu lassen schaffe ich dann aber auch nicht. Zum Glück, denn Hope & Despair hat mich gut unterhalten können.

12 kleine Alienbabys werden als dank für die Hilfe der Amerikaner bei einer Bruchlandung der Sensianer zur Erde geschickt. 6 Mädchen und 6 Jungs. Sie sollen jeweils eine gute Eigenschaft verkörpern und diese bei den Menschen verstärken. Doch die Jungs werden entführt und statt auf Tugenden wurden sie auf die gegenteiligen Sünden trainiert.
Diese Idee an Anlehnung an die 7 Tonsünden und den 7 Tugenden finde ich sehr interessant. Ist eindeutig mal etwas anderes.

Was die Umsetzung angeht, so frage ich mich ob man es noch als Jugendbuch Bezeichnen kann, ich würde es eher in die allgemein Fantasyecke stecken, da es doch sehr brutale Szenen und allerhand Kraftausdrücke gibt, die für jugendliche Leser unter 16 wohl kaum geeignet sind.
Mich persönlich hat es nicht gestört. Ich finde man kann das Verhalten der Jungs in Anbetracht ihrer Vergangenheit ganz gut nachvollziehen (Hate mal ausgenommen) und daher finde ich die derbe Ausdrucksweise nicht störend, kann aber verstehen, dass sie einigen Lesern nicht gefallen wird. Von den Flüchen aber abgesehen ist die Sprache sehr jugendlich und flüssig zu lesen.

Hope als Protagonistin war mir trotz einiger Naivität sehr sympathisch. Und auch Despair mochte ich. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht den Umgang er beiden miteinander zu verfolgen und finde ihre Beziehung gut gelungen. Der Übergang von Feind zu Liebe ist war nicht der subtilste, aber da habe ich schon viel rabiatere Übergänge gelesen.
Was die anderen Probas angeht, so blieben die etwas blass, aber das schiebe ich auf ihre unglückliche Situation, da konnte man ja nicht viel über sie erfahren und ich hoffe, dass das im zweiten Band nachgeholt wird. Auch hoffe ich, dass sich mir im Folgeband der Sinn von Viktoria erschließt.

Der einzige Punkt, den schon viele angesprochen haben und der auch mich massiv störte waren das dargestellte Rollenbild von Mann und Frau. Schon allein der Satz Der Mann ist immer stärker als die Frau hat mich auf die Palme gebracht. Ich denke (oder hoffe) dass die Autorin hier eine physikalische Überlegenheit meinte, die sich ja nun mal nicht abstreiten lässt, aber das kann man anders ausdrücken! Auch die männlichen Charakteren haben ein sehr klischeehaftes Bild der Frau. Das hätte ich ja noch gelten lassen, wenn die Protagonistin da anders drauf reagiert hätte, denn sie sagt zwar etwas dazu, das machte auf mich aber eher einen halbherzigen Eindruck. Ich hätte mir gewünscht, dass sich da energischer einsetzt und auch selbst nicht so ins Erstauen über einen kochenden Mann gerät.

Trotz einiger Rollenklischees, die mich nervten, konnte mich die Geschichte rund um Hope und Despair sehr gut unterhalten und ich werde die Reihe sicher weiterverfolgen.

Mietze's Bücherecke: 3/5                 
Mary's Bücherwelten: 4/5                
Saras etwas andere Bücherwelt: 3/5



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